Freitag, 2. Dezember 2016

Wanderung auf der alten Plantagenstraße zu den Anses Lascar I und II

Anse La Passe, Silhouette, südwestlich vom Jetty
Anse La Passe, Silhouette, südwestlich vom Jetty
Blick auf die Anse La Passe,Belle Torte Strand
 Silhouette, südwestlich vom Jetty
Marschland Silhouette
Long Island Lizard, Silhouette, Seychellen
Mausoleum der Familie Dauban, Silhouette
Wanderung zur Anse Lascars
Kreuzweg, Silhouette, Main "Road"
"Main Road zur Anse Lascars", Silhouette
Anse Lascars I, Silhouette
Koralle, Strand Anse Lascars, Silhouette
Heike an der Anse Lascars
Armin an der Anse Lascars
Blick zum Pointe Ramses Tout, Silhouette
Koralle-Muschel-Steine
Giant Millipede, endemischer Tausendfüßler
Blick von Silhouette nach Mahé
Auf der alten Plantagenstraße durch den Urwald, Silhouette
Felsige Berge auf der Vulkaninsel Silhouette
Urwald, Silhouette
Mittagssnack mit Hai von unserem Riff, La Belle Tortue
Hibiskus, Silhouette
Kreolische Drogenpolitik in einer Schule, Silhouette
Brotfrucht
Reiher mit Beute
Unser letzter vollständiger Urlaubstag auf dem Seychellen, genauer auf der Insel Silhouette.

Von Wanderungen abgesehen, die wir nicht schaffen würden, gibt es nur noch einen Pfad, die alte Plantagenstraße zu den Buchten Anse Lascar I und Anse Lascar II. Kein Flop Flop Weg, aber nicht allzu weit, vielleicht 30 Minuten dauert eine Strecke. Sie führt uns zunächst am Mausoleum der Familie Dauban vorbei, das der Madeleine in Paris nachgebaut wurde und Grabstätte der Eva Dauban ist, die nur 2 Jahre alt geworden ist, 1862-1864. Es gibt viele Geistergeschichten auf der Insel, die alle den Kern haben, dass das kleine Mädchen auf der Insel herumspukt.

Der Weg führt durch Urwald, gesäumt ist er aber von vielen Kokospalmen. Ab und zu findet sich ein Kreuz am Weg. Früher haben die Seychellois nach Silhouette Pilgerfahrten gemacht und es gab hierfür einen Kreuzweg und auf dem langen Pfad zur Anse La Blague steht auf halber Strecke mitten im Urwald sogar eine Kapelle. In unserer Bucht ist auch in einem Fels eine Mutter Gottes Statue untergebracht.

Wir müssen eine Anhöhe herauf und wieder herunter und sind an der ersten Bucht. Robinson Gefühl. Schöner Sand, Palmen, tolle Farben, aber ein Riff so hoch, dass es eine Barriere ist. Hier sind die Wellen oft auch relativ hoch.

Zurück sind wir hungrig und Morgan zaubert eine Platte vegetarische Frühlingsrollen und Fischklopse ( frittiert), das Fleisch kommt vom Riffhai, ich sollte mal nachgucken, ob der in der einen Ecke der Bucht noch herumschwimmt.

Ein weiterer kleiner Spaziergang führt in Das Dorf La Passe , ich schaue mir die - erst 2006 eröffnete und jetzt mangels Kindern nicht mehr gebrauchte Schule an. Eigentlich wollte ich aber in den Brotfruchtbäumen Flughunde finden. Ist mir aber nicht gelungen. Immerhin habe ich eine Seychelles Blue Pigeon entdeckt.

Die Sonne ist jetzt untergegangen und die Dämmerung wird nicht mehr lange anhalten. Zeit zum duschen!

Die ersten Fotos sind Panoramafotos, die ich rund um unser Guest House gemacht habe.

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Takamaka Rum , 2 Kilometer Strand und mit Riffschuhen auf der Suche nach schönen Korallen und Fischen

La Passe Strand vor dem Hilton Hotel, Silhouette
La Passe Strand vor dem Hilton Hotel, Silhouette
Riffspaziergang  am La Passe Strand vor dem Hilton Hotel, Silhouette
Riffspaziergang  (Seeigel) am La Passe Strand vor dem Hilton Hotel, Silhouette
Riffspaziergang (Karettschildkröte) am La Passe Strand vor dem Hilton Hotel, Silhouette
Riffspaziergang  am La Passe Strand vor dem Hilton Hotel, Silhouette
Riffspaziergang  am La Passe Strand vor dem Hilton Hotel, Silhouette
Riffspaziergang (noch nicht identifizierter Bewohner) am La Passe Strand vor dem Hilton Hotel, Silhouette
Unterwasserbild
Möräne
(Igel-?)-Rochen
(Igel-?)-Rochen
Blick auf North Island, Seychellen
La Passe Strand, Blick auf Mahé
(Igel-?)-Rochen
Malen auf der Terrasse, La Belle Tortue Guest House
Gestern nach dem Blogschreiben habe ich noch Takamakarum (destilliert auf der Insel Mahé, also Made in Seychelles) probiert. Sowohl in diesem Hotel wie auch im vorigen Hotel wird der Rum nicht unbedingt pur oder als Cocktailingredienz angeboten, sondern als Aufgesetzter. Ich probiere Granatapfel, Orange und später überredet mich Morgan, der Manager und Koch und Gärtner, auch den mit Chili zu versuchen. Lecker. Es gibt auch einen mit Bananen oder natürlich Vanille und auch Passionsfrucht mit irgendetwas anderem.

Der Manager und seine Freundin schmeißen den Laden zusammen mit Shami aus Bangladesh. Morgan stammt aus einer Gastronomenfamilie aus Nizza. Die Beiden machen derzeit Wanderjahre mit einigen Monaten Arbeiten ( hier haben sie jetzt einen Jahresvertrag) und einigen Monaten reisen. Morgan kocht ganz klasse, es ist eine Kunst mit den wenigen Zutaten. Inzwischen bekomme ich immer nette Alternativgerichte, wenn es FischFisch Essen gibt. Es gibt ein Menü für alle, wer was nicht mag, bekommt eine Alternative. Wie schon im Chateau de Feuilles beherrscht der Fang des Tages die Speisekarte. Vorgestern gab es als Vorspeise Jakobsmuschelcarpaccio mit Fisch, als Hauptgang: Dorade/Püree Mischung. Gestern gab es Fischsuppe und als Hauptgang Oktopussalat. Der Oktopus war gestern gefangen worden, dann irgend wie zum Säubern umgestülpt worden, Werkzeug war eine Flasche, aber unser französisch/englisch Mix ist nicht immer erhellend. Danach wurde der Oktopus 6 Stunden in einem Sud gekocht. Morgan hat mir mit kreolischer Marinade gewürzte Hühnerbeine gemacht. Anderes Fleisch ist auf den Seychellen schwierig, Gemüse ebenso nicht einfach und in den Läden gibt es kaum Früchte. Die holt man aus dem Garten oder vom Markt. Mal eben Markt geht allerdings auf Silhouette nicht....! Da muss man gut planen und gut improvisieren können. Als Nachtisch gab es gestern ein Passionsfruchtsoufflé, das muss ich unbedingt einmal nachkochen.

Auf Silhouette gibt es eine Naturforschungsstation, die beiden Ranger nehmen unsere Nachbarn heute mit auf die lange Wanderung ( 3 Stunden hin, drei Stunden zurück, dazwischen ein Berg und kraxeln über Felsen, die aufgeheizt sind) zur anderen Inselseite, der anders nicht zugänglichen Anse La Blague. Wir bescheiden uns und gegen den langen La Passe Strand entlang. In der knallenden Sonne sind auch die 1,5 Km ganz schön anstrengend. Armin hat eine Blase am Fuß und sucht sich eine Palme, ich klettere noch eine Bucht weiter, die ist völlig einsam und hat das bessere Riff. Da ich Riffschuhe anhabe, kann ich in aller Ruhe tümpeln gehen und über das Riff zum anderen Strand zurück. Das Wasser hat ein fantastisches hellblau-türkis im Ebbebereich. Erst denkt man wieder, die Tümpel seien leer und dann platscht mein Fuß und in alle Richtungen flitzen kleinste, kleine und größere Fische davon. Ich sehe viele Moränen, die sehr schreckhaft sind. Ein besonderer Anblick ist eine Karettschildkröte, die durch das flache Wasser rudert. Ein Rochen steht mir sozusagen Modell.

Nach der Rückkehr hat uns Morgan schnell einen griechischen Salat gezaubert und ich male und lese und tue nichts Wichtiges!

Mittwoch, 30. November 2016

Unterwegs am Riff bei Ebbe und ein Spaziergang durch die Inselgeschichte

La Belle Tortue Guesthouse, Silhouette
La Belle Tortue Guesthouse, Silhouette
La Belle Tortue Guesthouse, Silhouette
Spinnenseestern
Graureiher
Rochen
Möränenkopf
Graureiher in der Marsch
Grand Kazz, ehemaliges Plantagenbesitzerhaus Dauban Familie
Grand Kazz, ehemaliges Plantagenbesitzerhaus Dauban Familie
Spazierweg zum alten Friedhof
Eigentlich ist diese Insel prädestiniert zum Nichtstun. Kein Ausflug mit dem Mietwagen möglich, kein Ausflug mit dem Fahrrad möglich und die richtigen Wanderungen mit einem Arthroseknie: Nicht möglich.

Ich mache nach dem Frühstück einen Spaziergang durch unsere trockengefallene Bucht. Man denkt, oh das Riff ist ja tot und, na klar, war ja einmal der Hafen der Plantage, also kein Wunder. Und dann tritt man fast auf einen Rochen oder es saust ein fast nicht sichtbarer weißer Fisch um die Knöchel und im nächsten Großen Tümpel kreist ein kleiner Riffhai. Die dicke Wurst unter der Koralle schlängelt sich heraus und wird zur Moräne! Ein Reiher steht vor der Flutgrenze und ich stehe Ewigkeiten mit dem Fotoapparat im Anschlag. Und er fliegt nicht! Immerhin gelang es mir vorher, einen im Schnappschuss zu erwischen. Luxusproblem.
Am Nachmittag gehen wir zum alten Herrenhaus der Plantage, heute ein Restaurant des Hilton. Im ersten Stock des schönen alten Pflanzerhauses der Familie Dauban ist ein kleines Museum. Wir knipsen in jedem Raum die Lichter an und lesen die Infotafeln durch. der letzte Dauban, Henri, hat in den 70er Jahren aufgegeben. Die Plantage ( Kopraerzeugung, Vanille, Zimt und Duftpflanzen ) war nicht mehr konkurrenzfähig.
Die Familiengeschichte liest sich wie Kolonialgeschichte, Besitztümer auf Mauritius, La Réunion und Den Seychellen, Kinder in Internaten in Frankreich, Heirat mit ordentlichen Französinnen, Mesalliancen, kreolische Mischungen, Grande Tour und wechselvolle Lebensgeschichten. Henri soll ein sehr gutes Buch darüber geschrieben haben, ich muss das mal suchen. Ian Fleming war auch bei Henri zu Gast.

Weitere Infos:

http://labelletortue.com/de/silhouette-de/
https://en.wikipedia.org/wiki/Silhouette_Island
http://www.faz.net/aktuell/reise/fern/seychellen-der-wahn-des-hauses-dauban-1209814.html

Der Reisebericht der FAZ ist noch aus der Zeit vor der Eröffnung des Hilton Hotels, das inzwischen das alte Plantagenhaus als Restaurant nutzt.


Später bin ich zum Pfad zum alten Friedhof gegangen und dann erstmal zurück um feste Schuhe anzuziehen, siehe Fotos von der kleinen Wanderung, leider kann das I Pad die Bilder nicht Untertiteln, oder ich kann das zumindest nicht!

Nach schweißtreibenden 20 -30 Minuten bin ich da. Interessant ist der Bereich auch wegen des schwarzen , vulkanischen Gesteins, da diese Insel kein Granit aus Gondwanazeiten ist, sondern erst nach dem Auseinander-Driften der Kontinente durch einen Vulkanausbruch entstanden ist. Silhouette war danach zunächst 3000 Meter hoch, heute sind es immerhin auch noch gut 700.

So, ich werde jetzt meinen Takamakarum mit Granatapfel und Orange eingelegt austrinken. Heute hatte den ganzen Tag das Internet nicht funktioniert und jetzt ist es schon spät.