Montag, 20. November 2017

Alles kann, nichts muss: Unser Urlaubsmotto auf Sanibel 


Ich fasse mich heute mal kurz, es ist gleich halb neun am Abend und mit dem Essen im Bauch holt mich gerade der Jetlag ein. Ich war wieder um kurz nach sechs wach, was  dann wieder dazu geführt hat, dass ich zum Sonnenaufgang am Strand war! Danach war Armin Golf spielen und ich bin mit dem Fahrrad zum alten Leuchtturm an der Ostspitze der Insel gefahren. Gleich in der Nähe liegt der Fishing Pier von Sanibel.
"The "Sanibel Island Light," otherwise known as the "Sanibel Lighthouse" is located on the eastern end of the 12-mile long island. The idea to build the lighthouse was first proposed by some of the settlers of the island in 1833, when they petitioned for one to be built. Along the way there were other recommendations for a lighthouse to be built. After the Civil War, there was a request made with the idea that it would cause an increase in trade, and travelers would be able to find the island more easily. However, no real action was taken until 1883 when they finally received the $50,000 they needed to fund the construction. The building of the lighthouse finally started in February of 1884. Although they faced complications along the way, in only a few short months the lighthouse was finally completed. It was first lit on August 20th, 1884 with kerosene oil. In order to get to the top of the lighthouse, the lighthouse keeper had to walk up an external spiral staircase." http://sanibellighthouse.com/history/
Der Morgen brachte viele Tierbeobachtungen: Verschiedene Reiherarten und Ibisse, kleine und größere Fische, ein Delphin, Schmetterlinge und Fischadler ( Ospreys). Nur auf die Gopher Tortoise (Schildkröte) warte ich noch. 

Am Nachmittag haben wir die Inseln dann mit dem Auto weiter erkundet. Über eine kurze Brücke kommt man nach Captiva, der nächsten Insel. Ganz schön eindrucksvoll, was hier an Ferienhäusern steht. Nicht nur deshalb kommt der Gedanke und die Erinnerung an Jekyll Island oder Newport auf!  Architektonisch ist es überwiegend Tara Mets Adobe. Armin fand die Häuser am Golfplatz sogar ein bisschen "Too much" in ihrem Prunk und Protz. 
Zum Abschluss waren wir in Bailey's Supermarket. Mag sein, dass er teurer ist als die Märkte auf dem Festland ( weshalb wir vorher den Grundeinkauf ja in Fort Myers gemacht hatten), aber es macht Spaß durch die Gänge zu gehen und die guten Sachen zu sehen, die man am liebsten alle kaufen würde, was sich aber nicht lohnt, da wir ja nur 6 Nächte auf der Insel sind. Man merkt, dass hier zahlkräftiges Publikum ist! 
( Außer uns, natürlich! 😜)










Von meinem iPad gesendet

Sonntag, 19. November 2017

Game Drive mit dem Fahrrad

Heute morgen bin ich-dank Jetlag- um vier Uhr wach geworden und nicht mehr richtig eingeschlafen. Da konnte ich prima mit Lotte chatten, lesen und vor allem um halb sieben zum Sonnenaufgang zum Strand gehen. Zufällig war zu diesem Zeitpunkt auch die Ebbe auf dem  richtigen Stand zum Muschelsuchen. Ich habe mir eine Jeans , ein langärmliges Tshirt und Flip Flops angezogen und bin durch die Anlage zum Strand gegangen. Exakt 5 Minuten vor dem Sonnenaufgang war ich da, und mit mir Hundert andere Leute...!  Ich dachte, es seien vielleicht 5 Muschelsucher und eine Handvoll Hundehalter unterwegs. Weit gefehlt! The early bird and all that! 

Die Sonne  geht zwischen zwei Fort Myers Hochhäusern in einem spektakulären Ball auf. Im Meer sind Pelikane , Regenpfeifer, Reiher und andere Watvögel schon auf Beutesuche unterwegs. 

Das Licht ist genauso spektakulär wie am Abend.

Nach einem langen Strandspaziergang freue ich  mich auf Kaffee und Frühstück. 

Etwas später mieten wir zwei Fahrräder und fahren los. Die Insel ist verflixt groß . Zunächst geht es durch Wohngegenden, die Hausbesitzer haben liebevoll die Briefkästen dekoriert. Vorherrschend ist das Aufkleben von Muscheln in einem  Muster. 
Es gibt durchgängig Radwege und in der Regel Vorfahrt für Fahrräder. Die Straßen sind  Von Bäumen gesäumt, weitgehend mit Palmen . Ab und zu hört man ein Klock eines Golfballs und  noch häufiger das Tschwack eines Tennisballs. Man lebt gut auf Sanibel. Eine Condo in einer Anlage wirft einen etwas um eine halbe Million zurück, für die besseren Häuser muss man schon 3-5 Millionen hinblättern. Engel und Völkers hat auch ein Büro, klares Indiz für besondere Immobilien.

Zeit nach 10 Km für eine Pause an der  Periwinkle Einkaufsstraße. Baileys dort ist eine  alte Institution auf Sanibel: Lebensmittel und Eisenwaren, Kaffee und Kuchen. Wir gehen eine Tür weiter in die Eisdiele und machen eine Kaffee und Eispause ( Salted Caramel Pretzel Yoghurt Eis). 

Dann geht es weiter zum J R Ding Darling National Wildlife Reserve. https://dingdarlingsociety.org/




"Das Wildlife Refuge gilt als eines der 10 besten Beobachtungsorte für Tiere in den USA. Die Besonderheit dieses Naturschutzgebietes liegt darin, dass Salzwasser auf Süßwasser trifft und ein gemäßigtes Klima herrscht. Diese Kombination bietet einen einzigartigen Lebensraum für die Tierwelt, in den Seegraswiesen, im Wattenmeer und in den Mangroven.

Der Naturschutzpark bietet Lebensraum und Nahrung für verschiedene Vogel- und Fischarten, aber auch für Reptilien und einer Vielzahl von anderen Tieren wie zum Beispiel Waschbären und Opossums. Die sonnigen Nachmittage im J. N. „Ding" Darling National Wildlife Refuge sind im Winter die beste Zeit um möglicherweise auch Krokodile anzutreffen, Bewohner die in Florida zwar selten sind, aber dennoch präsent. Die meisten Tiere wird man in der Zeit zwischen November und April im Park entdecken können, dann lohnt sich ein Besuch auf jeden Fall." Quelle: https://www.typisch-florida.de/nationalparks/j-n-ding-darling-national-wildlife-refuge/

Wir entscheiden uns für den 4 Meilen Rundweg ( Alternative war 8) und radeln  los. Es ist schon fast Mittag und daher nicht die beste  Zeit für eine  Safari. Der Weg führt durch Mangroven, Wäldchen mit Palmen , Gestrüpp und Gebüsch und immer entlang modriger stehender Gewässer oder weitläufiger Seen und Meerarme mit einem einzigartigen Gemisch von Salz- und Süßwasser. Nach zwei Meilen verlassen wir die geteerte Straße und fahren  über den Indigotrail zurück, so sparen  wir die weiteren 4 Meilen. Wir haben schließlich noch einen 16 Km Rückweg zu unserer Wohnung vor uns. 

Nachdem wir zuvor nur Ibisse und weiße Pelikane gehen hatten, kommen jetzt noch ein Schlangenhalsvogel, Rosalöffler, Reiher und zwei Alligatoren hinzu. jedenfalls nehme ich einmal an, dass es welche waren, es gibt hier auch amerikanische Krokodile. Ich muss die Merkmale einmal nachlesen.

Das Anstrengendste am Radeln ist , dass der Hintern weh tut. Unser mitgenommenes Wasser ist auch inzwischen leer, aber wir sind ja in den USA , es gibt immer wieder am Wegesrand Trinkbrunnen zum Nachfüllen. Wir halten stattdessen am " Over easy Café"  und bestellen Eistee mitsamt Refill ( no sugar ) und Armin ein Club Sandwich und ich eine Gemüsepfanne mit Fried Eggs  ( over easy) und Toast. Verdient!

Der Rest ist  schnell erzählt. Zurück in der Anlage haben wir noch am Strand gesessen und den Seeschwalben  und Pelikanen beim Tauchen zugesehen. Leider schwimmen keine Delfine vorbei, aber Armin meint, der Wunsch sei unbescheiden.






























Von meinem iPad gesendet

Samstag, 18. November 2017

Florida, the Sunshine State (mit der Orange auf dem Nummernschild)

Ich sitze gerade auf dem Balkon ( mit Mücken-Screen rundum), höre den Grillen zu und war gestern morgen früh noch in Leverkusen. So schnell ist man auf einmal ganz woanders. Obwohl, so schnell dann wieder auch nicht. Erst mit einem Taxi nach Deutz, dann mit dem Zug nach Frankfurt, dann Meilen durch den Flughafen und dann gut 10 Stunden Flug. Die Premium Economy lohnt sich alle Mal für die zum Ausstrecken dazu gewonnenen Zentimeter, aber auch, weil der Abstand zum Nachbarn deutlich komfortabler ist. Aber 10 Stunden ziehen sich auf jeden Fall ganz schön in die Länge. Vor allem die letzten drei bis eine. Jedenfalls habe ich neben 45 Partien Solitaire ( mit dem Bordentertainmentprogramm), 2 Partien Scrabble ( mit Armin) und einigen Kapiteln Krimi den Film "Die Vögel" noch einmal gesehen. Never disappoints!

In Miami angekommen, hat die Immigration-Schlange sich gewunden und gewunden. Nach der ersten Schlange gab es jetzt Self-Check- In Automaten: "Next please. Madam, over here! Families together!". Dann gab es aber doch noch die normale Schalterschlange und ich weiß nicht wirklich, welchen Zweck die Automaten hatten, weil schneller ging es unter dem Strich nicht. Allerdings müsste Armin seine Fingerabdrücke nicht noch einmal scannen lassen. Ich schon. Ich musste auch ein zweites Foto machen, obwohl schon mein erstes schöner war als Armins. Wahrscheinlich liegt es daran.

Dann Schlange stehen bei Avis. Ich werde es nie verstehen, dass Autovermietungen, egal wo auf der Welt, immer so lange brauchen. Es kommt ja nicht überraschend, dass ein Kunde, der einen Mietwagen gebucht hat, plötzlich da steht. Surprise, surprise! In Nizza habe ich bei einem Flug von einer knappen Stunde eine gute Stunde für die Mietwagenabfertigung benötigt. Jedenfalls war der Mann in Miami sehr nett und vergleichsweise auch schnell.

Trotzdem hat es etwas über drei Stunden gedauert vom Zeitpunkt der Landung bis zum Check In im 5 Km entfernten Hotel. Was allerdings u.a. auch daran lag, dass wir in die NW 87th Straße nach rechts ( vorbei am Golfplatz von Mr. Trump , ja genau dem!) statt nach links abgebogen sind. Es war eine faire 50:50 Chance, leider nicht genutzt...! Nachdem das Hotel nach ein paar Km immer noch nicht zu sehen war ( Hausnummern waren nirgendwo erkennbar), haben wir an einer Tankstelle gehalten und ich bin reingegangen , um zu fragen. Wie das immer bei so etwas ist, hatte ich bald eine ganze Gruppe Leute um mich, die helfen wollten. Das Problem war, das mein Spanisch und deren Englisch nicht zueinander finden konnten. Es waren nur Latinos in der Tankstelle. Schließlich hat einer sein Handy gezückt und Dr. google hat es gerichtet. Über das Hotel ist nicht viel zu erzählen, wir sind um halb neun abends US Zeit ins Bett gesunken, war ja, gemessen am Aufstehen auch schon 2.30 Uhr. Nicht allerdings , ohne vorher noch bei Antonios " Our Pizza is well done, seriously ") ein Tuna Sandwich bzw. Meatball Sandwich zu essen.

Heute morgen sind wir , zunächst auf der Suche nach einem Frühstück ( Vicky's Bakery, wo der Kaffee Café con Leche hieß, nach 10 Stunden Schlaf aufgebrochen in Richtung Nordwesten.

Die Fahrt ging bis Naples über den 75, dann weiter auf der 41 . Die Strecke bis Naples führte quer durch die Everglades, man könnte am Wegrand Egrets, Ibisse, Schlangenhalsvögel, Turkey Vultures und viele andere entdecken.

Die mautpflichtige Brücke bei Fort Myers hinüber zur InselnSanibel hat einen hohen Bogen und führt sodann auf einem flachen, langen Teil ( auf den Pfosten saßen Fischadler) weiter, jeder Meter führt einen Weg von der Welt der Strip Malls , Supermärkte und Car Dealerships in die Welt von Wasser und Himmel.

Wir stellen nur schnell unsere Koffer in der (schönen) Wohnung ab und verstauen die Lebensmittel in den Kühlschrank. Dann Flip Flops an und auf zum Strand, an dem die Anlage ( Sanibel Moorings) liegt. Das Licht, etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang ist phantastisch. Aus dem Flug stürzen sich Seeschwalben wie Torpedos senkrecht ins Wasser ( kleiner Platsch), abgewechselt von braunen Pelikanen, nicht ganz stromlinienförmig,dafür ein großer Platsch. Blickt man nach Süden, erkennt man weit entfernt die Hochhäuser von Fort Myers Beach, schön, dass Sanibel Island ruhig, laid back , frei von Menschenmassen und Bausünden ist. Dafür stehen an der Straße Warnschilder mit dem Hinweis " Gopher Turtle Crossing"

Freitag, 4. August 2017

Kloster Dobbertin und Plau am See

Heute  steht auf dem Kinderprogramm eine Stadtrallye in Krakow-am-See und eine Tretboottour. Wir fahren Tjorven in den Ort und dann weiter zum Kloster Dobbertin. "Das Kloster Dobbertin ist eine der schönsten noch erhaltenen Klosteranlagen Mecklenburgs. In reizvoller Landschaft, malerisch am Ufer des gleichnamigen Sees gelegen, eingebettet in eine Parkanlage, weitreichende Felder, Wiesen und Wälder der Schwinzer Heide, strahlt das Kloster noch heute den Zauber harmonischen Bauens aus. Die doppeltürmige Kirche ist als Wahrzeichen weithin sichtbar. " (http://www.kloster-dobbertin.de/cms/historisches-kloster/touristeninformation-geschichte).

Heute steht das Kloster im Eigentum des diakonischen Werks und ist Heimat mit Wohnung und Werkstatt  für Behinderte. Das historisch und architektonisch bedeutende Ensemble ist aber offen für alle Besucher und liegt direkt am See. Mecklenburg ist zwar allerorten im dreißig-jährigem Krieg verheert worden, dennoch findet man sehr viele intakte bauliche Ensemble. Die alten Ziegelbauten oder Fachwerkhäuser mit Ziegelwerk sehen alle ein bisschen aus wie ein Ort von der Faller Modelleisenbahn. Hier ist viel Platz und daher ist alles umgeben von Grün.

Von Dobbertin aus fahren wir durch die gewellte Landschaft ( Höhenunterschiede etwa 0-90 m) nach Plau am See, dass verschwistert ist mit Plön! Das passt natürlich prima!

Plau ist ein richtig guter Standort für Urlaub im Bereich der mecklenburgischen Seenplatte. Es ist groß  genug für ein paar Geschäfte und nicht überlaufen, hat Wasserstraßen und einen See und ist -unter dem Strich- im wesentlichen schön saniert. Da,wie beschrieben, viel Platz ist, gibt es auch im Ortskern Gärten mit Blumen und flatternder Wäsche. Die Marktbäckerei Hornung wird unser bester Freund zur Mittagszeit und hat auch in Plau eine schöne Filiale. In der Ernstings  Family Filiale erzählt uns die Mitarbeiterin, dass es im Ort  keinen Drogeriemarkt mehr gibt, seit Schlecker zugemacht hat. Rossmann habe abgewunken, da das Ladenlokal zu klein war, DM habe ich hier noch nicht gesehen.
Dafür gibt es auch in Plau einen Angelladen, der heute Barschköder im Angebot hat. Vor der Fleischerei Lampe grillt Herr Lampe (?) Würstchen. Geht man den Wasserweg 3 oder 4 herunter, kommt man zum Liegeplatz der Kajütboote, die man übrigens auch mieten kann und da alle Seen durch Flüsse und Kanäle miteinander verbunden sind, kann ich mir gut vorstellen, dass das Spaß machen könnte. 

Toll ist die Marienkirche mit ihren alten geschnitzten Holzbänken, auf denen noch steht, wer wo sitzen darf. Frauen und Schlachter müssen in eine Reihe (?), warum dürfen die Frauen nicht zu den Amtsrichtern?  Oder, warum sind sie nicht Schlachter oder Amtsrichter.....🙃😜!

Dann geht es zurück nach Krakow, Tjorven einladen und vorher noch schnell etwas für den gemeinschaftlichen Grillabend einkaufen( Grillgut jeder selbst, plus  Spende für 's Buffet.) Die  Kinder backen gerade noch etwas für den Abend und ich muss jetzt mal den italienischen Bohnensalat machen! 



















Von meinem iPad gesendet